Vita

Der Bariton Timon Führ wurde 1989 in Mainz geboren. Von früher Jugend an erhielt er Klavier- und Gesangsunterricht. Sein Bachelorstudium Gesang an der HfMDK in Frankfurt am Main bei Professor Thomas Heyer schloss er 2013 ab. Es folgte das Masterstudium Operngesang, ebenso bei Professor Thomas Heyer, welches er im Frühjahr 2016 beendete. Wichtige gesangstechnische und gestalterische Impulse sammelte er außerdem auf Meisterkursen bei Johannes Martin Kränzle und Andreas Scholl. Seit 2016 erhält er Unterricht von Judith Lindenbaum.

2010 debütierte er als Masetto in Mozarts "Don Giovanni" an der Opernakademie Bad Orb. Noch während des Studiums folgten zahlreiche Produktionen bei den Burgfestspielen Bad Vilbel, dem Papagenotheater Frankfurt und der Jungen Oper Rhein-Main, bei der er später auch organisatorisch tätig war. Dort übernahm er auch 2013 die Titelpartie in Mozarts "Le Nozze di Figaro" mit Aufführungen im Theater Rüsselsheim und am Stadttheater Aschaffenburg. Im Jahr darauf war er als Don Alfonso in Mozarts "Così fan tutte" in der Jugendtheaterproduktion im Theater Koblenz zu erleben.

2015 erhielt er einen Gastvertrag am Staatstheater Mainz für die Partie des Sciarrone in Puccinis "Tosca".

Nach seinem Studium wirkte Timon Führ als Gast in zahlreichen Produktionen der Oper Frankfurt, der Kammeroper Frankfurt, der Oper in Starnberg und des Theaters "Altes Hallenbad" Friedberg mit.

In seiner Heimatstadt Alzey wurde er im Rahmen des "Da Capo! - Festivals" bei der Uraufführung des Musicals "Im Schatten von Napoleon" des belgischen Komponisten Bert Appermont engagiert. Eine weitere Musical-Uraufführung folgte mit "König-David-Bericht" von Ralph Abelein, in der er die Rolle des Salomo verkörperte.

Wichtige Konzerterfahrungen sammelte er unter anderem mit den "Songs of Travel" von Ralph Vaughan Williams, "Die erste Walpurgisnacht" von Felix Mendelssohn und zahlreichen Kantaten und Oratorien von Johann Sebastian Bach. Konzerte und Operngalas führen ihn immer wieder in verschiedene Teile Deutschlands.

Zusammen mit verschiedenen Pianisten gestaltete er eine Reihe von Liederabenden, vor allen mit Werken von Franz Schubert und Kunstliedern der deutschen Romantik. Zuletzt wirkte er bei mehreren Aufführungen des "Projekt Winterreise" mit, einem Kunst- und Theaterprojekt konzipiert von Stefan Weiller.

Seit Sommer 2019 ist er Teil des Ensembles "Opera et Cetera", das zahlreiche Konzerte im Rheingau und darüber hinaus veranstaltet.